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Interview | Sandra Schänzer

November 24, 2016 ,
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Die Arbeiten von Sandra Schänzer sind meistens Natur Pur. Auf diesem Gebiet findet man nahezu aus allen Ländern und Kontinenten etwas: Schweiz, Norwegen, Portugal, Südpolarmeer, Afrika, Asien, Südamerika, Neuseeland… Hier bleiben keine Wünsche offen. Aber auch Cityfotografie findet man bei Sandra. Mehr über ihre Arbeit erfahrt ihr in unserem kleinen Interview:

+Sandra Schaenzer über sich selbst:

Ich bin eine leidenschaftliche Natur- und Landschaftsfotografin, die versucht, ihre Sichtweise der Schönheiten von Landschaft und Natur zu vermitteln. In der Fotografie lebe ich meine kreative Seite aus, die im Berufsleben als IT-lerin etwas zu kurz kommt ;)

Geboren und aufgewachsen bin ich am östlichen Rand des Ruhrgebiets, doch ich lebe seit über 16 Jahren in meiner Wahlheimatstadt Basel in der Schweiz.


Wie und wann bist Du zur Fotografie gekommen?

Ich bin Mitte der 90er Jahre durch meinen heutigen Mann zur Fotografie gekommen. Rund zehn Jahre lang war die Fotografie jedoch nur ein gewöhnlicher Ferienbegleiter, bis ich durch einen Todesfall in meinem engeren Umfeld plötzlich Kraft und Energie durch die Natur und der fotografischen Beschäftigung fand. Seitdem gibt es eine stetige Weiterentwicklung, die nicht zuletzt durch den Einzug der Digitalfotografie einen grossen kreativen Schub bekam. Insbesondere bei der Pflanzenfotografie wurde ich mutiger und fand schnell meinen eigenen, etwas träumerischen,Stil. 

Für die Landschaftsfotografie habe ich Canon seit diesem Jahr den Rücken gekehrt und fotografiere nur noch mit den spiegellosen Sony Kameras der A-Serie, die mir mit ihrem grossen Dynamikumfang die Nachbearbeitung wesentlich vereinfachen und beschleunigen. Meine Objektive sind überwiegend Zeiss ZE Festbrennweiten sowie Telebrennweiten mit Vollformatkameras von Canon für die Tierfotografie. Dazu kommen Grauverlauffilter sowie Stativ und ein Kopf von RRS. Als Software kommt Lightroom als RAW Konverter, Photoshop CS5 mit kleinen Helferlein für Nacharbeiten sowie iMatch als Bilddatenbank zum Einsatz.


Was verbindest Du mit Fotografie und worin liegen Deine Schwerpunkte?

Ich möchte alles, nur keine Dokumentationen erstellen und fotografiere nicht Pflanzen für Bestimmungsbücher ins letzte Detail oder bilde Landschaften einfach nur ab. Fotografie hat für mich einen künstlerischen Aspekt, den ich ausdrücken und als Gegenpol zu meiner Arbeit ausleben möchte. Die Zeiten in der Natur, die ich durch die Fotografie geniessen kann, möchte ich nicht mehr missen und sind für mich ein grosser Genuss. Fotografie bedeutet für mich in erster Linie das Warten auf das perfekte Licht bzw. auf aussergewöhnliche Stimmungen. Dafür besuche ich Orte gern immer wieder, auch zu verschiedenen Jahreszeiten, bis alles für mich passt. Ähnlich mache ich es auch in den Ferien: ich fotografiere nicht, um zu fotografieren, sondern nur dann, wenn die Bedingungen stimmig sind. Wenn ich dann z.B. aufgrund zu hartem Lichts kein Foto machen kann, dann ist es eben so ;)


Auf die Frage, was aus ihrer Sicht ihre Bilder charakterisiert, antwortet Sandra:

Meine Bilder entstehen langsam und ich muss sowohl Landschaft als auch Pflanzen auf mich wirken lassen. Das richtige Licht ist mir am wichtigsten und naturgemäss mache ich meine Fotos in den goldenen oder blauen Stunden oder auch nachts. Mein Fotos entstehen vor Ort und nicht durch die Nachbearbeitung am PC. Ich lehne Bildmanipulationen und Montagen ab, d.h. bei mir kann man immer sicher sein, dass ich Motiv sowie die Lichtstimmung so vorgefunden habe und nicht nachträglich am Computer erzeugt bzw. Bildteile retouchiert habe. Darauf lege ich sehr viel Wert! Wenn das Ausgangsmaterial im RAW stimmt, ist in der Entwicklung auch nicht mehr viel notwendig und ich konzentriere mich hauptsächlich auf das Optimieren der Tonwerte und Kontraste – von einem Photoshop Zauberer bin ich soweit entfernt wie von der Rückseite des Mondes! Die Sättigung nehme ich meistens sogar noch zurück, doch ich bin auch kein Freund von flauen Landschaftsfotos. Das ist die künstlerische Freiheit, die ich mir nehme. Wie gesagt, ich fotografiere nicht für die Wissenschaft ;)


Hast Du Vorbilder oder Fotografen, die Dich inspirieren?

Der amerikanische Landschaftsfotograf John Shaw hat mich in meinen Anfängen sehr geprägt. Ansonsten gibt es heutzutage viele Möglichkeiten in (internationalen) Foren oder sozialen Netzwerken, aus denen man Inspiration ziehen kann. Ich versuche dabei, international aktiv zu sein, um nicht in die “Falle” zu laufen, in einer Sackgasse zu landen, wenn man versucht, Ideale einer bestimmten Community zu befriedigen 😉 Ich finde das sehr erfrischend, denn was z.B. den Amerikanern gefällt, ist nicht unbedingt der europäische Geschmack und umgekehrt, aber für mich ist es sehr spannend, aus allen Facetten Inspiration zu ziehen.


Gibt es zu irgendeiner Aufnahme eine spezielle Geschichte?

Ich verbinde mit vielen meiner Bilder eine Geschichte und Emotionen, aber ein gutes Beispiel ist sicherlich die “Nacht der Nächte” Anfang September in Nordnorwegen. Wir hatten in diesen Ferien sehr viel Pech mit dem Wetter und bis dahin keine Chance auf Nordlichter gehabt. Dann kam die Nachricht einer starken Sonneneruption mit der Aussicht auf grosse Polarlichtaktivität. Und genau in dieser einen Nacht klarte der Himmel auf und wir wurden mit einem wahren Farbenfeuerwerk belohnt, das wir so noch nie erlebt hatten. Ich starrte oft nur atemlos in den Himmel über mir und war dankbar, dies erleben zu dürfen. Es sollte die einzige Nacht mit klarem Himmel in diesen Ferien bleiben! Zwei der Fotos dazu gibt es in diesem Blog Beitrag zu sehen: http://www.saga-photography.de/photoblog/2014/09/aurora-rain/ sowie die Korona hier: http://www.saga-photography.de/photoblog/2014/10/cosmic-explosion/ 

Hier kann man die Arbeiten von Sandra Schänzer bewundern:


In meinem Fotoblog http://www.saga-photography.de/photoblog/zeige ich meine aktuelle Fotos. Aktiv bin ich ansonsten noch bei Facebook https://www.facebook.com/saga.nature.photography und bei 500px https://500px.com/sschaenzer sowie hier bei G+ http://google.com/+SandraSchaenzer
Ein bisschen Werbung kann ja nicht schaden für einen hungernden Künstler ;), daher hier der Link zu meinen Fotokalendern http://www.calvendo.de/galerie/autor/sandra-schaenzer–saga-photography-moments-in-light-/ und dem Shop bei Artflakes http://www.artflakes.com/de/shop/sandra-schaenzer, wo man Ausbelichtungen bestellen kann (bei speziellen Wünschen lade ich das entsprechende Foto natürlich auch gern hoch 😉 )


+Sandra Schaenzer:
Die Fotografie hat mich mittlerweile wesentlich geprägt. Ich sehe die Natur und Landschaften bewusster, habe viel über Pflanzen und Tiere gelernt und bin ruhiger und gelassener geworden. Ja, ich kann sagen, dass mich die Fotografie entschleunigt hat und ich bewusster lebe.

https://plus.google.com/u/0/+SandraSchaenzer/posts

Herzlichen Dank für das Interview und die Einblicke in deine Arbeiten!

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