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Interview | Roman Burri

November 24, 2016 ,
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Roman Burri ist ein Schweizer Hobbyfotograf aus Bern, dessen Werke insbesondere durch die besondere Ausarbeitung eines Motivs auffallen. In unserem kleinen Interview bekommen wir einen kleinen Einblick. Lest selbst:

+Roman Burri über sich selbst:

Ich komme aus Münchenbuchsee im Kanton Bern, welcher sowohl meine Herkunft als auch mein Wohnort ist. Vielseitig interessierter und adrenalinliebender Mittdreissiger der sich von Design über Musik und Tanz für ziemlich alle Kunstformen  begeistern kann und auch selber ausübt.
Ich esse/koche gern und probiere alles neue mit Vergnügen aus. Das Reisen ist wohl mein Lieblingshobby wobei Tauchen, Bergsteigen, Klettern, Höhlenexkursionen dazugehören.

Zur Fotografie kam ich 2008 auf meiner zweiten Weltreise. Ich stiess auf Fotoblogs von deutschen Fotografen die die selben Orte besucht haben wie ich.
Die Bilder haben mich umgehauen und ich wollte wissen wie man so etwas hinkriegt.

Mit welcher Ausrüstung fotografierst du und welche Softwares kommen bei Dir zum Einsatz?

Ich benutze die Nikon D800 und D5300, Nikkor 16-35 / 24-70 / 50 / 60Macro / 80-400 , Sigma 10-20 / 8fisheye, Manfrotto Stative, Cokin,  B+W und Lee Filter.
Die Softwares sind Adobe Lightroom und PS6.

Für mich sind bei der Fotografie folgende Aspekte wichtig:
1. Perspektive/Blickwinkel (räumliche Aufteilung und Tiefenwirkung) Das ist der Hauptteil meiner Arbeit.
2. Technisch makellose Aufnahmen. Das ist Voraussetzung.
3. Hoher Dynamikumfang ohne HDR. Das ist mein Anspruch.
4. Am richtigen Ort zur richtigen Zeit sein. Momente festhalten. Das ist Planung und Glückssache in einem und kann sehr oft auch frustrierend sein.
5. Last but not least die Vorbereitung. Ein schöne und gleichwohl zeitraubende Aufgabe. Wie schaffe ich es in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Orte zu besuchen, richtig getimt auf die besten Stimmungen vor Ort zu sein und das Wetter richtig einzuschätzen? Bei anderen Shootings stellt sich die Stilfrage. Gute Recherche was mir und dem Kunden gefällt. Genaue Ablaufplanungen mit sinnvollen Zeitmanagement. Ausrüstungscheck.

Hast Du Fotografen oder Vorbilder, die dich inspirieren?

Es gibt so viele gute Fotografen, auch nicht professionelle, die Bilder schiessen die mir gefallen, dass es unmöglich ist eine Inspirationsquelle ausfindig zu machen.
Ich interessiere mich für die Arbeiten von Schweizer Fotografen bei denen ich neue Orte oder bekannte Orte in anderer Perspektive finde.
Früher war es garantiert Stefan Forster, der mich mit seiner Qualität überrascht hat. Natürlich kocht auch er schlussendlich nur mit Wasser und so ist am Ende der richtige Ort und Zeitpunkt und die Zeit/Geld, die man dafür aufwendet, entscheidend. (Natur)fotografie ist in erster Linie ein Handwerk und erst dann entsteht daraus eventuell Kunst, wobei ich mich zu den Fotohandwerkern zähle.

Setzt Du Schwerpunkte bei Deinen Arbeiten?

Mich interessieren mehr Themen als Fotografen.
Zum Beispiel Lightpainting, schwarz/weiss Architekturaufnahmen mit Big Stopper, Dämmerungsaufnahmen mit Restlicht, Sternen oder Photostacking im Makrobereich. Kugelpanoramen, Timelapse und gewisse Blitz- und Nachbearbeitungstechniken gehören auch dazu.

Am schönsten sind immer die Momente wo du denkst das Wetter spielt nicht mit. Und dann, völlig unerwartet, entwickelt sich alles zum Guten hin und du bist zufrieden mit deiner Aufnahme.
Oder wenn man an einem sehr frequentierten touristischen Ort fotografiert und eine oder mehrere Stunden warten muss bis sich kein Mensch im Bild befindet und dann abdrückt. Menschenleere Augenblicke inmitten von Trubel sind befriedigend.
Der Gletschersee Jökulsarlon war schon etwas Besonderes. Ich hatte gehört, dass  es im Sommer dort vor Fotografen nur so wimmelt.
Doch ich war von Mitternacht bis 4 Uhr völlig allein unterwegs und konnte die Stimmung so richtig geniessen.

Da ich im Moment noch nicht auf ein Grundeinkommen bei der Fotografie angewiesen bin, kann ich es mir leisten, bei Projekten mehr Zeit zu investieren und somit überdurchschnittliche Resultate für den veranschlagten Preis zu bieten.

romanburri.ch

Vielen Dank für das Interview! 🙂

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