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Interview | Remo Primatesta

November 24, 2016 ,
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Remo Primatestas Fotos heben sich ganz besonders durch eine besondere Ausarbeitung zum Motiv und eine ganz spezielle Atmosphäre von anderen Fotos ab. Jedes seiner Fotos erzählt eine Geschichte. Mehr erfahrt ihr in unserem kleinen Interview.

+Remo Primatesta über sich selbst:

Ich bin ein jung gebliebener Mittfünfziger der nicht viel braucht und immer mehr mit sich ins Reine kommt. Brauche das Landleben und die Ruhe, in einer Stadt ginge ich ein.

Ich bin Halbitaliener aber in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Heute lebe ich in der Ostschweiz in einem kleinen Dorf in einem Weiler, 3 Häuser und 2 Scheunen, mit Partnerin, drei Esel, einer Katze und einem Hund.

Wie Remo Primatesta zur Fotografie gekommen ist, erfahren wir im Folgenden:

Angefangen hat das schon vor über 30 Jahren weil mich das Fotografieren schon immer interessiert hat. War aber bis vor G+ zu dem ich Mitte 2011 gekommen bin eher der Urlaubsfotograf. Hier hat mich der Ehrgeiz gepackt weil ich einfach nicht zufrieden war mit meinen Bildern. Vor allem das Jahr 2012 hat mich sehr weit gebracht da ich am 2. Januar mit dem #365Project begonnen habe.
Da muss man nur jeden Tag ein Bild vom jeweiligen Tag einstellen. Da ich aber den Ehrgeiz hatte nicht nur ein x-beliebiges Foto zu machen sondern ein für mich gutes, habe ich im Fotografieren und der Bildbearbeitung Riesen Schritte gemacht. Es war manchmal recht mühsam wenn man abends todmüde von der Arbeit nach Hause kam und dann noch ein Foto machen musste…. Musste da manchmal meinen inneren Schweinehund überwinden damit ich es auch wirklich noch gemacht habe. Kann ich jedem nur empfehlen.
Überhaupt wenn man weiter kommen will muss man einfach knipsen gehen und üben üben und nochmals üben bis man das erreicht dass man sich vorstellt.

Da ich schon zu analogen Zeiten mit Nikon fotografiert habe bin ich dieser Marke treu geblieben. Am Anfang hier hatte ich noch die D200 die ich dann relativ schnell gegen eine D300s getauscht habe. Mit der bin ich schon zu recht guten Ergebnissen gekommen, heute habe ich noch eine D800 die jetzt meine Hauptkamera ist. Die D200 habe ich in eine Infrarotkamera umbauen lassen, somit sind heute noch alle drei im Einsatz, je nach Gegebenheit. Software habe ich einige ausprobiert bin aber immer wieder zu Adobe zurückgekommen.
Heute bin ich in der Cloud was eine Kostengünstige Lösung ist. Mein Workflow ist wie folgt, Import in Adobe Lightroom, da werden die Bilder gleich Verschlag wortet, Grundbearbeitung erfolgt da, nachher Export nach Adobe Photoshop wo der Feinschliff erfolgt je nach Bild ein wenig anders. Als Plugin verwende ich nur die NIK-Filter, die sind aber öfter im Einsatz. Vor allem HDR Efex 2 Pro kommt viel zum Einsatz, auch bei Einzelbilder, da wird es auf einer Ebene angewandt und mittels Maske nur gewisse Teile davon benutzt. Man kann so viel mehr Zeichnung aus den Bilder raus holen. Color Efex 4 wird auch noch häufig eingesetzt, da liebe ich den Glamour Glow und das Darken / Lighten Center.

Was verbindest Du mit Fotografie und worin liegen Deine Schwerpunkte?

Fotografie ist für mich wie meditieren. Meistens geh ich ohne Plan los, lass mich einfach treiben und schau was ich finde. Einfach offen sein für seine Umgebung. Meine Schwerpunkte liegen heute vor allem in der Landschaftsfotografie, Makro und Tiere. Das heisst aber nicht dass ich nicht auch andere Sachen knipse. Was ich sicher noch lernen muss ist mit dem Blitz richtig umzugehen.

Ich versuche Emotionen oder Dramatik in meine Bilder zu packen. Das entsteht aber meist erst in der Nachbearbeitung wo ich versuche das letzte aus einem Bild raus zu kitzeln. Da die meisten ja ungeplant sind kann ich zur Entstehung nicht viel sagen. Ich lasse mich einfach vom Moment inspirieren.

Auf die Frage, ob er Vorbilder oder Fotografen hat, die ihn besonders inspirieren antwortet er:

Nein, ich habe keine. Ich versuche schon Bilder die mir gefallen zu analysieren, aber nacheifern will ich keinem. Bin immer noch auf der Suche nach meinem eigenen Stil.

Gibt es Links zu Blogs, Webseiten, persönlichen Fotoprodukten, die Du gern mit veröffentlichen möchtest?

Nein, hier gibt’s nichts. Bin hier wie ein Schmetterling der von Blume zu Blume tanzt 😉

Remo Primatesta: Mein Rat wäre einfach, sei originell, fotografiert was euch interessiert. Lass dich nicht davon entmutigen dass deine Bilder noch nicht zum Mainstream passen.

Übe mit deiner Kamera genau so intensiv wie mit einem Musikinstrument. Nur wer sein Instrument blind beherrscht kann die Fotos machen die ihm vorschweben.

Kaufe das beste Equipment das du dir leisten kannst. So sparst du letztendlich mehr.

Geh beim optimalen Bildaufbau keine Kompromisse ein. Erkunde die Gegend zu Fuss.

Schau dir so viele Fotos an wie es geht, analysiere die Bilder und mach dir Gedanken dazu, aber dann nicht einfach kopieren sondern auf eigene Ideen anwenden so findest du zum eigenen Stil. Bleibt einfach nicht stehen, stehen bleiben bedeutet Rückschritt.

Remo Primatesta: https://plus.google.com/+RemoPrimatesta/posts

Ich bedanke mich Herzlich für das Interview Remo Primatesta und hoffe auf viele weitere, tolle Fotos!

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