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Interview | Dietmar Rogacki

November 24, 2016 ,
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Ich würde mich als gemütlichen, ruhigen und geselligen Menschen bezeichnen, ich liebe gutes Essen, gute Weine, gute Photos und ich bin mit Leib und Seele Porsche Fan. Beruflich lebe ich nach der Devise „geht nicht gibt es nicht“ es findet sich immer eine Lösung, einen sogenannten Plan B. Von Beruf bin ich Einzelhandelskaufmann, und leite seit nun mehr 10 Jahren unseren Familienbetrieb in dritter Generation, eine nicht immer ganz einfache Aufgabe mit über 100 Mitarbeitern, aber es macht mir viel Spass und Freude, natürlich gibt es auch Tage, die man am besten vergessen möchte, aber die hat wohl jeder mal.

Geboren und aufgewachsen bin ich in Berlin, wo ich immer noch lebe und wohne und mich sehr wohl fühle. Ich bin seit über 25 Jahren glücklich verheiratet und unserer beider ganzer Stolz sind unsere beiden Jungs, die aber nicht mehr bei uns wohnen, sondern Ihre eigenen Wohnungen haben. Unser „kleiner“ ist seit Oktober diesen Jahres auch im Geschäft, so das ich in Zukunft etwas mehr Zeit haben werde, meinem Hobby zu frönen.

Deine Bilder erzählen uns von Sehnsucht, Liebe und Deiner unglaublichen Tiefe und einer besonderen Dramatik, sie sind Technisch wunderbar und so gefühlvoll umgesetzt und bearbeitet. Nicht viele Fotografen können von sich behaupten, dass man ihre Werke sofort erkennt, sobald man sie sieht. Ein typischer „Rogacki“ sprudelt es dann hervor. Da steckt doch mehr dahinter!! Möchtest Du uns erzählen was?

Das ist eine lange Geschichte, es fing vor ca. 35 Jahren an, die eigene kleine Dunkelkammer im Bad, wo ich meine ersten Filme entwickelte und schwarz – weiß Abzüge herstellte, Farbe war für mich damals unerschwinglich. Über meinen älteren Brüder, der in der Musikbranche tätig war, kam ich in Kontakt mit einer Photoagentur und die suchten noch einen Backstage Photografen, also gesagt getan. Meinen ersten Einsatz hatte ich bei BLODIES erstem Deutschland Konzert, weitere Konzerte folgten, Dire Straits, Lou Reed, etc. Einige der Photos wurde sogar in einigen Musikmagazinen veröffentlicht.

Als unser Geschäft 50. Firmenjubiläum feierte, wurde das von einem Photographen dokumentiert und er lud mich in sein Studio ein, nur mal so, zum anschauen – ich blieb über 3 Jahre, als Assistent und lernte die Photographie von der Pieke auf (Plattenkamera, Hasselblad, alles analog, digital war noch nicht erfunden, etc.) Dann rief das elterliche Geschäft und mit der Photographie hatte es sich erst einmal erledigt. Ich habe im Urlaub ein wenig geknipst, die üblichen Urlaubsbilder, mehr nicht. – Kindergeburtstage, Weihnachten, etc. Bis vor ca. 2 Jahren ein neuer Prospekt für unseren Catering Service her musste, entdeckte ich die Liebe zur Photographie neu, Google Plus öffnete gerade seine Tore, zuerst nur auf Einladung anderer, seit dem bin auch dabei und habe hier fantastische Leute kennen gelernt, die ich nicht mehr missen möchte.

Um diese wunderbaren Fotos zu machen hast Du bestimmt auch das passende Equipment, bitte gewähre uns doch auch hier einen Einblick:

Ich benutzte die Nikon D800E, mein Lieblingsobjektiv für Macroaufnahmen ist das Nikkor 105 f/2.8 und für Weitwinkelaufnahmen ist das Nikkor 14 -28 f/2.8 mein Favorit. Kurios ist auch, das meine über 35 Jahre alten Nikon Objektive an die D800E passen, da muss man dann zwar alles von Hand einstellen, aber ich benutze sowie so nie die Automatikprogramme, die moderne Kameras heute haben, Autofocus geht natürlich auch nicht. Als Software kommt bei mir Photo Shop und Color Effex Pro und Topaz Filter zum Einsatz, gelegentlich auch Lightroom oder Aperture.

Lieber Dietmar, Deine Bilder sind so speziell und man bekommt den Eindruck, dass viele von ihnen lange geplant und vorbereitet sind, kannst Du uns auch hierzu ein wenig erzählen und was die Fotografie für Dich bedeutet:

Photographie heißt für mich Entspannung pur, ich bin dann in einer anderen Welt, da ich wegen meiner beruflichen Auslastung leider nicht soviel Zeit zum photographieren habe, versuche ich häufig nach Feierabend ein paar schöne Bilder zu machen, geht aber leider nur im Sommer, da es dann länger hell ist. Aber das Wochenende ist ja auch noch da, und dann bin ich manchmal Stunden unterwegs. Es kommt allerdings auch vor, das Ich mir unser Dienstrad (hatte ich vor Jahren mal angeschafft, für kleinere Besorgungen in der Nähe) schnappe und in den nahe gelegenen Schlosspark fahre. Und einige Photos mache ich im Geschäft, bevor wir aufmachen, dann entstehen in der Regel meine Bokeh Photos. Schwerpunkte habe ich eigentlich keine, was nicht nicht heißt, das ich alles photographiere was mir vor die Linse kommt, ich versuche auch immer anders als andere zu photographieren, aus meiner Sicht halt.

Gibt es bestimmte Fotografen, die Dich inspirieren, hast Du überhaupt Vorbilder?

Vorbilder, in dem Sinne, dass ich jemandem nacheifern würde, habe ich eigentlich nicht. 
In meinen Kreisen  befinden sich jedoch etliche fantastische Photographen, deren Photos ich mir sehr gerne ansehe, weil sie mich immer wieder auf ganz unterschiedliche Weise begeistern und berühren, und ich mir dann oft überlege, wie hat er/sie das gemacht. Auch auf +Photo Mania Germany begegnen mir häufig Aufnahmen mit dem gewissen Wow-Effekt, die mich inspirieren und motivieren, Neues auszuprobieren und dann versuche ich es auf meine Weise um zusetzten.

Du warst vor kurzem auf Sylt und hast von dort so wunderbare Aufnahmen mitgebracht, eine hatte es mir besonders angetan AUF DER DÜHNE, erzähle uns doch ein bisschen mehr darüber und wie sie entstanden ist:

Meine liebe Frau und ich waren im November noch ein paar Tage auf Sylt, ein wenig ausruhen nach dem ganzen Baustress und Kraft tanken für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft, es war am einem Sonntag, das Wetter war wunderschön, also auf nach List, spazieren gehen und später irgendwo einkehren zu einem gemütlichen Mittagessen, als die Zeit ran waren, mussten wir leider feststellen, das alles bis auf Gosch (und dort wollten wir nicht hin) geschlossen hatte, oder erst am Abend öffneten.
Also zurück zum Hotel, wo ich nachfragte, ob man denn auf der Terrasse die ja schon winterfest gemacht war, etwas zu Essen bekommen könnte, und es war möglich.
Ein Strandkorb mit einem kleinen Tisch wurden zurecht gemacht und wir saßen überglücklich eingemummelt in eine Decke im Strandkorb und genossen die Sonne, das Essen und den Wein, es war ein herrliches Erlebnis.
Das Photo habe ich dann am Nachmittag gemacht und soll demnächst einen Syltkalender zieren.

Hier der Link zum Foto:
https://plus.google.com/u/0/photos/115410587965033872537/albums/posts/5947998620634933778?pid=5947998620634933778&oid=115410587965033872537

Ich bin mir sicher, dass viele jetzt ganz heiss darauf sind vielleicht das eine oder andere Bild von Dir im eigenen Heim zu haben und an die Wand zu hängen. Bitte sag uns doch wo wir Deine aussergewöhnlichen Aufnahmen erwerben können:

Meine Fotos können als hochwertiger Druck auf meiner Website erworben werden, natürlich sind auch andere Produkte (wie z.B. Tassen, Mauspads, Karten, etc.) erhältlich.

www.dietmarrogacki.zenfolio.com

Lieber +dietmar rogacki wir danken Dir sehr herzlich für Deine umfangreichen und sehr persönlichen Ausführungen sowie natürlich für Deinen wunderbaren Einsatz für +Photo Mania Germany  und wünschen Dir weiterhin viel Erfolg!

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